SEO – Thesen und Irrtümer der Suchmaschinenoptimierung
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SEO – Thesen und Irrtümer der Suchmaschinenoptimierung

17. Dezember 2015

SEO – Thesen und Irrtümer bei der Suchmaschinenoptimierung

Themen:

  1. Thesen und verbreitete Irrtümer
  2. On Page Optimierung / Off Page Optimierung
  3. Häufige Fehler
  4. Schwerpunkt Onlinetexte

1. Thesen und verbreitete Irrtümer

+ These 1:
Ich habe eine Webseite, also kann man mich auch finden!
Ein (leider) noch immer weit verbreiteter Irrglaube! Nur weil Sie Webseite haben, werden Sie nicht automatisch gefunden! Die Suchmaschinen beurteilen eine Webseite nach einer Vielzahl von Kriterien und nur wenn diese den vorgegebenen Normen entspricht, wird sie auch langfristig als wichtig beurteilt und optimal gelistet.
“Einfach nur” eine Homepage zu haben bedeutet in den meisten Fällen, dass Sie auch “einfach nur” von den Leuten gefunden werden, die genau wissen, wie man die Seite erreicht (von Visitenkarten, Mailings, Broschüren, etc.) oder die genau danach suchen.

+ These 2:
Einmal optimiert, kann es nur noch aufwärts gehen!
Das primäre Ziel der Suchmaschinen Optimierung liegt darin, sich langfristig mit den einzelnen Seiten seiner Webseite die Platzierung auf einer der vordersten Positionen in den Suchtreffern zu sichern. Eine beständige Top-Platzierung kann von existenzieller Bedeutung sein, da sie nicht nur generell für eine bessere Wahrnehmung sorgt sondern auch eine unmittelbare Auswirkung auf die Besucherzahlen und damit potentielle Kunden und Umsatz hat. Genauso wie sich der Markt täglich ändert und weiterentwickelt, müssen auch die SEO-Maßnahmen immer wieder neu angepasst werden. Die einmalige Optimierung der Webseite kann kurzfristig erfolgreich sein, langfristig wird man jedoch wieder in der Masse verschwinden, wenn man sich nicht kontinuierlich darum kümmert.

+ These 3:
Alles muss rein – viel hilft viel!
Die Indexierung bei Google (und auch bei vielen anderen Suchmaschinen) basiert auf einer Vielzahl von automatisierten Algorithmen. Je nachdem, wie relevant der Inhalt einer Seite zu einer bestimmten Suchanfrage bewertet wird, beeinflusst das die Platzierung in den Suchtreffern. Sinn und Zweck der SEO ist es nun, den Suchmaschinen dabei zu helfen, die eigene Seite zu bewerten und deren Inhalte richtig zu verstehen. Insbesondere geht es darum, die wichtigen Inhalte der Seite so hervorzuheben, dass der Suchende sofort weiß, worum es auf der Zielseite geht und welche (Kern-) Informationen er dort finden wird. Der Suchende soll schlicht das Finden, was am Besten zu seiner Suchanfrage passt – und genau dafür gibt es eine Vielzahl hilfreicher SEO-Maßnahmen, die teils recht einfach umgesetzt werden können. (siehe Beispiel weiter unten)

+ These 4:
Heute optimiert – schon morgen auf Platz 1!
Wer effektiv Suchmaschinen Optimierung betreiben möchte, der sollte sich in Geduld üben. Es dauert fast immer eine längere Zeit (mehrere Wochen oder gar Monate), bis Änderungen von den Suchmaschinen erkannt und auch berücksichtigt werden. Darüber hinaus führt nicht jede Änderung sofort zu einer sichtbar besseren Platzierung, sondern muss sich erst einmal über die Zeit hinweg gegen die Konkurrenz behaupten. Wer genügend Geduld mitbringt, für den wird es sich langfristig auch auszahlen!

2. On Page - und Off Page Optimierung

+ On Page Optimierung:
Grundsätzlich unterscheidet man bei der SEO zwischen On Page – und Off Page Optimierung. On Page bezeichnet all jene Maßnahmen, die auf der Seite selbst vorgenommen werden können. Dazu zählen ein standardkonformer Aufbau, das Berücksichtigen der Keywords in Seitentiteln, Headlines und Texten oder das Vermeiden typischer Fehler (siehe Punkt 3.) in der Seitensystematik.

+ Off Page Optimierung:
Die Off Page Optimierung umfasst dann entsprechend alle Maßnahmen, die nicht durch technische oder inhaltliche Maßnahmen durch den Inhaber der Website steuerbar sind, da sie extern und nicht direkt auf der Homepage stattfinden. Diese Faktoren haben innerhalb der Optimierung einen großen Einfluss auf das Suchmaschinenranking und sind nicht so manipulationsfähig wie eine On Page Optimierung. Nun gilt es, beide Varianten sinnvoll aufeinander abzustimmen und zu kombinieren.
Der mitunter wichtigste und maßgeblichste Teil in der Off Page Optimierung, ist das sogenannte Linkbuilding. Dabei werden Backlinks, also Rückverweise auf anderen Webseiten gesetzt, die wiederum auf die zu optimierende Website zeigen. Durch diesen Linkaufbau kommt es zur Popularitätssteigerung einer Webseite und führt in den Suchergebnissen der Suchmaschinen zu einer besseren Platzierung. Weitere Maßnahmen innerhalb von Off Page SEO sind Eintragungen in Suchmaschinen und Webkatalogen, das Setzen von Social Bookmarks, die einen schnellen Linkaufbau gewährleisten, der Linktausch und die Linkmiete oder -kauf.
Bei einer guten Off Page Optimierung spielen mehrere Faktoren eine große Rolle. Um eine gute Linkpopularität der eigenen Website zu erreichen, gilt es, mögliche Platzierungsseiten auf deren Domain- / IP-Popularität und Pagerank zu überprüfen. Nicht zuletzt sind hier die Ergebnisse der Recherche nach den richtigen Keywords anzuwenden.

Bei allen Maßnahmen und Methoden: Auf Relevanz und Qualität setzen!

3. Häufige Fehler

Wie bereits erwähnt können Fehler im Aufbau der Website zu einer Herabstufung oder gar Ausmusterung aus dem Google Index führen. Hier nur informativ einige der zu vermeidenden Fehler.

 

  1. Doppelter Content
    Gilt vor allem für Doppelungen auf ein und derselben Website. Bei “Schwesterseiten” die teilweise auf den gleichen Bausteinen beruhen, git es, den Suchmaschinen die relavanteste Quelle (Mutterseite) anzuzeigen, um Abstrafungen zu vermeiden.
  2. Fehlender oder mangelhafte TITLE-Tag
  3. Fehlende oder mangelhafte META-Description
    In den sogenannten Metadaten der jeweiligen Seite gibt es die Regionen TITLE-Tag und META-Description. Diese müssen entsprechend den gebotenen Inhalten der abgestimmt eingetragen bzw. optimiert werden.
  4. Zu wenig Text / Mangelhafter Content
    Seiten mit zu kurzen oder phrasenhaften Texten werden aufrund mangelnder Relavanz schlechter bewertet und entsprechend zurückgestuft.
  5. Versteckte Texte
    Ganz böses Vergehen: verborgene, mit Keyword gespickte Texte an schwer auffindbaren Stellen oder gar weiß auf weißem Hintergrund platzieren.
  6. Fehlende oder mangelhafte ALT/TITLE-Tags bei Bildern/Links
    Links und Bilder sollten immer mit einen ALT- oder TITLE-Tag definiert werden, um Suchmaschinen einen klaren Anhaltspunkt zu geben und die Seite gleichzeitig nutzerfreundlicher zu machen. (Der Tag wir beim Überfahren mit der Maus angezeigt und kann von Sprachausgabeprogrammen für beeinträchtigte Menschen eingelesen werden)
  7. Fehlende oder belanglose Überschriften
    Als Überschriften (H1, H2, H3 …) definierte Textabschnitte sollten immer einen klaren Bezug zum jeweiligen Kerninhalt der Seite haben, weil die Suchmaschinen diesen Text als besonders wichtig sehen. Bei Nichtbeachtung droht Herabstufung, weil die Suchmaschine die Relavanz nicht erkennt (im Sinne von TITE-Tag-, Übeschrift-, Textinhalt).
  8. Fehlende Sitemap.xml
    Eine Datei Sitemap.xml erleichtert der Suchmaschine den Zugang zu den einzelnen Seiten, die indexiert werden sollen.

4. Schwerpunkt Texte

Die Suchmaschine Google veröffentlicht in fortlaufender Weise Updates und Anpassungen ihres Suchalgorhythmus. Einen genauen Einblick in die Art und Weise der Indexierung gibt es nicht. Daher ist SEO vor allem immer ein Reagieren auf Basis von Erfahrungswerten. Keine seriöse SEO Agentur wird jemals vollmundige Versprechen à la “Wir bringen Sie auf Nr. 1” abgeben. Selbst wenn ein solches Versprechen kurzfristig gelingt, ist es noch keine Garantie für dauerhaft gute Positionen in den Suchergebnissen.

Nach besagten Erfahrungswerten gilt für die letzten Updates vor allem Folgendes:
“… ist vor allem der Inhalt der Webseite für ein gutes Ranking relevant.“

Relavanz, Relevanz, Relevanz


Wie gut oder schlecht sind Sie derzeit im Netz aufgestellt? Erreichen Sie die Ziele die Sie sich gesteckt haben? Finden genügend Besucher Ihre Website und finden diese auf der Seite auch das, was Sie erwarten? Erreichen Sie die Anzahl an Abschlüssen oder Interaktionen, die Sie erwartet haben? Wie sind Sie in den sozialen Netzwerken aufgestellt und welche Ziele verfolgen Sie damit?

Beitragsbild:
fotolia.com / Urheber: Jakub Jirsák

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